Studienabbruch

Studienabbruch

Ein Studienabbruch gehört zu den "Bruchstellen" einer Biografie. Nicht nur mit Blick auf den offiziellen Lebenslauf, sondern auch dann, wenn man die ganz persönlichen Gefühle des betreffenden Ex-Studenten betrachtet.
Daher sollte klar sein, dass die Entscheidung für die Beendigung des Studiums nicht spontan und aus einer Laune heraus fallen darf. Den Rat, die Entscheidung rational zu fällen, klingt gut, aber: Auch die Emotionen und Gefühle sollten in der Abwägung des Pro und Contra eine Rolle spielen, denn der Mensch ist sowohl Hirn als auch Herz. Wer nicht spontan das "Studium schmeißt", sondern nach reiflicher Überlegung einen anderen Karriereweg wählt, bricht nicht ab, sondern beendet vorzeitig. Dafür lassen sich eine Reihe von Argumenten finden. Wer ein sogenanntes "Exotenfach" studiert, wird später Probleme haben, eine Arbeit zu finden, die auch nur annähernd seinen Qualifikationen entspricht. Ein Studium bedeutet eine lange Phase finanzieller Einschränkung bei gleichzeitig hohem Leistungsdruck. Stress kann man auch im Berufsleben haben, aber weitaus besser bezahlt. Tatsächlich kann in ökonomischer Sichtweise ein Hochschulabschluss eine schlechte Investition sein.
Die Studiensituation wird oft als unbefriedigend angesehen, das Problem überfüllter Hörsäle und Wartelisten für Laborplätze oder Seminare mag für manchen Studenten Anlass sein, um der Universität der Rücken zu kehren. Und dann kommt natürlich noch der Fall vor, in dem sich der Student unter seinem Fach etwas ganz anderes erhofft hatte oder schlicht feststellt, dass ihm die Begabung fehlt. Nicht zu vergessen, die Frage der Finanzierung des Studiums. Allerdings gibt es andere Wege, um mit dem Problem fertig zu werden. Ein Studienplatzwechsel, ein Wechsel des Studienfaches, ein Wechsel auf eine Fachhochschule, um einige Beispiele zu nennen.
Denn, auch das gehört zu unserer Wirklichkeit, ein Hochschulabschluss öffnet viele berufliche und soziale Türen. Die Tendenz geht eindeutig in die Richtung, immer mehr Berufe mit einem Studienabschluss zu verknüpfen.
Der Blick in die Arbeitsmarktstatistik zeigt, dass es Akademikerarbeitslosigkeit zwar gibt. Dass sie aber wesentlich geringer ist, als bei anderen Bildungsschichten. Noch immer gehören Akademiker zur gesellschaftlichen Elite und noch immer gibt es Bereiche, in denen der "Dr." den teuren Sportwagen schlägt, um es salopp zu formulieren.

Fazit: Manchmal muss man die Zähne zusammenbeißen und weiterstudieren, schon damit die Zeit nicht vergeudet war. Und wer dennoch sein Studium beenden will? Auch gut! Es gehört Mut und Einsicht dazu, eine Sackgasse als solche zu erkennen und sie wieder zu verlassen. Ein Rat gilt jedoch immer: Wer das Studium abbricht, muss einen Plan haben, denn das Leben wird weitergehen.



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