Der erste Arbeitsvertrag nach der Uni

Der erste Arbeitsvertrag nach der Uni

Sie haben die letzten Prüfungen an der Universität bestanden und nun einen akademischen Titel in der Tasche? Spätestens jetzt ist es an der Zeit, sich auf die Suche nach einem Arbeitsplatz zu machen. Wenn Sie auch die Hürde des Bewerbungsprozesses genommen haben und als neuer Mitarbeiter eines Unternehmens ausgewählt wurden, dann können Sie sich beglückwünschen. Doch vor Ihrem Arbeitsantritt gilt es einiges zu beachten, wenn Sie den Arbeitsvertrag mit Ihrem zukünftigen Arbeitgeber abschließen.

Ein Arbeitsvertrag kann sowohl mündlich als auch schriftlich abgeschlossen werden. Die schriftliche Form ist dabei nur in einigen Ausnahmefällen gesetzlich vorgeschrieben. Haben Sie die Wahl, sollten Sie sich auf jeden Fall für einen schriftlichen Vertrag entscheiden, da hierdurch die Wahrscheinlichkeit für mögliche spätere Auseinandersetzungen über strittige Punkte sinkt.

Bei einem schriftlichen Arbeitsvertrag handelt es sich um ein Dokument, das von beiden Parteien unterschrieben wird. Da Sie mit Ihrer Unterschrift den Bedingungen des Vertrages zustimmen, sollten Sie sich die Zeit nehmen, den kompletten Vertragstext gründlich durchzulesen. Denn ungeachtet der Freude über eine erste Anstellung sollte man mögliche zukünftige negative Überraschungen schon im Vorfeld vermeiden.

So sollten Sie zunächst prüfen, ob es sich um einen befristeten oder unbefristeten Arbeitsvertrag handelt. Wenn es Ihnen in erster Linie darum geht, Fuß zu fassen und erste praktische Berufserfahrungen zu sammeln, dann ist gegen einen unbefristeten Arbeitsvertrag nichts einzuwenden. Bauen Sie jedoch auf finanzielle Sicherheit, dann ist ein unbefristeter Arbeitsvertrag von Vorteil, zumal eine Kündigung nur aus einem wichtigen Grund ausgesprochen werden kann.

Falls Sie für den Antritt der Stelle einen Umzug in Kauf nehmen müssen und der zukünftige Arbeitgeber einen finanziellen Beitrag zu diesen Kosten leisten soll, dann muss im Vertrag eine entsprechende Klausel aufgenommen werden.

Vor der Vertragsunterzeichnung gilt es zudem zu beachten, ob ein eventueller späterer Wechsel des Arbeitsortes möglich ist, denn häufig verfügen Unternehmen über nationale und internationale Niederlassungen. Sie sollten sich hier im Vorfeld Gedanken machen, ob Sie privat und beruflich zu einer örtlichen Versetzung bereit wären. In diesem Zusammenhang sollten Sie auch prüfen, ob regelmäßige Dienstreisen zu Geschäftspartnern, Kunden oder Kollegen in anderen Niederlassungen zu Ihrem zukünftigen Berufsalltag gehören.

Außerdem sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sonderleistungen des Betriebs, wie etwa Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld, vom Datum der Vertragsunterzeichnung abhängen. Weitere Leistungen des Unternehmens können Fortbildungsveranstaltungen sein. Hier kann vorab im Arbeitsvertrag geklärt werden, ob oder in welcher Höhe sich das Unternehmen finanziell an den Kosten für Ihre Fortbildung beteiligt und wie viele Tage pro Jahr Sie für entsprechende Veranstaltungen freigestellt werden.


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